Apfeltrockner

Olba – Obra

Unserem Aufenthalt in Olba, wo Nickys Bruder Mirko und seine Freundin Marie leben, haben wir lange entgegengefiebert. Ein Urlaub in Olba ist immer wieder schön – man wird „entschleunigt“ (falls wir das überhaupt noch nötig haben) und das Wetter ist tagsüber meist warm und trocken.

Ein Urlaub in Olba bringt auch immer ein kräftiges Zupacken mit sich. Marie und Mirko bauen ein Haus mitten im Nirgendwo, auch „Bayo“ genannt (www.thelongwayhome.org), wir engagieren uns in der Erschliessung und Pflege eines Klettergebietes (klettern.altomijares.org) und es gibt eigentlich immer etwas zu ernten.

In den letzten Wochen haben wir mitgeholfen, eine Parkbucht auf der Gegenseite der Schlucht zum Bayo fertigzustellen, um die Seilbahn mit Baumaterial bestücken zu können. Dann mussten wir die Baumstammbrücke zum Bayo wieder aufrichten, die dieses Jahr zum elften Mal vom Fluss umgerissen wurde. Das Umreissen ist zwar eingeplant, aber nicht diese Häufigkeit! Der Weiterbau am Bayo wird seit sechs Monaten vom hohen Wasserstand des Flusses sabotiert, so dass der Traktor, der Sand und Kies vom Fluss hoch zur Baustelle bringen soll, nicht von Olba überführt werden kann. Deshalb soll in den nächsten Tagen ein Pferd Traktor spielen. Das wird noch interessant. Unser Ziel ist es, die erste Zwischendecke des Hauses noch in diesem Jahr fertigzustellen.

Zu ernten gab es Safran, Äpfel, Kakis, Oliven ohne Ende, Granatäpfel und Tomaten. Zur Olivenernte sind wir mit Adolfo und José ausgerückt. Sie beernten und stutzen im Auftrag eines Freundes ungezählte Olivenbäume. Mirko und Marie sind mit ihm schon etliche Tage unterwegs, bevor wir dazu stossen. Später spannen wir sogar noch Anikas Eltern mit ein. Meist stehen José und Mirko in einem Baum und sägen die hoch hinaufragenden, Oliven tragenden Äste ab, während wir anderen die von unten erreichbaren Äste auskämmen oder abklopfen. Unter den Bäumen legen wir grosse Netze aus, auf die die Oliven fallen. Sie werden später zu Öl gepresst. Die Ernte ist in diesem Jahr ausgesprochen gut – die sechsfache Menge vom letzten Jahr.

Derzeit laufen wir viel. Unsere 10000 Schritte pro Tag haben wir sicher! Sowohl Mirkos als auch unser Auto sind fahruntüchtig. Unseres braucht eine neue Kupplung und ist derzeit in der Werkstatt.

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