der krasse Jakob

Raus aus der Komfortzone

Langsam wird die Zeit in San Vito knapp, denn in einer Woche wollen wir bei den Horzelbuben an der Amalfi-Küste sein und vorher noch ein bisschen von Sizilien sehen. Die Herrenriege hängt aber noch immer in ihren Projekten rum. Mit der Entscheidung, bald loszufahren, erzeugen wir etwas Druck, um endlich Leistung abzufordern.

Jakob und Nicky ruhen sich so gut wie möglich für ihre finalen Versuche aus und widmen sich unterdessen der Olivenernte. Anika traut sich aus ihrer Komfortzone und holt sich dicke Arme in der schönen Route Fun to Funky (6b). Am Montag früh schafft Nicky schließlich die Pipeline im letztmöglichen Versuch. Jakob rutscht an unerwartet feuchten Griffen noch vor der Schlüsselstelle der Dreamworld ab und kann sein Projekt leider nicht abhaken.

Nach drei Wochen sagen wir „Ciao San Vito“ und „Proxima fermata: Custonaci“, gar nicht weit weg. Wir stehen mit den Bussen auf einer Kuhweide am Parco Cerriolo. Den kalten Abend versüssen wir uns mit einem Lagerfeuer und geniessen die grandiose Kulisse. Unter Anwesenheit der Kühe ist das Kinderhüten einfach, da sie sich kaum von der Wagenburg wegtrauen. Anika und Lilli wollen wieder 6as sammeln, müssen aber bereits nach der ersten Route Appetizer die Segel streichen, da die Arme offensichtlich noch nicht erholt sind. Die Männer freuen sich über die gewonnene Kletterzeit und testen die regensicheren Routen der Never Sleeping Wall.

Unser Roadtrip geht weiter und führt uns nach einem Stopp im schönen und sommerhaften Cefalù nach Bronte. Die Stadt hat supersteile Strassen (fragt Nicky) – aber deswegen waren wir nicht da – sondern uns lockt der stadtnahe kleine aber feine Kletterfelsen. Die Routen im Sandstein bieten nicht nur die Kulisse des Ätna, sondern sind insgesamt sehr lohnend.

Zurück auf dem italienischen Stiefel ist das nächste Highlight der Kletterstrand in Palinuro. Wir geniessen das gute Wetter nach zwei Regenreisetagen. Der Stellplatz ist klasse – Wiese mit Olivenhain, topfeben, nicht zugemüllt und niemand sonst ist da. Nur ein junger Hund sucht Familienanschluss. Ein Fluss liefert uns Brauchwasser, der Strand mit den Kletterfelsen ist nur ein paar Minuten entfernt und es gibt Holz für ein Lagerfeuer. Gern wären wir länger geblieben. Die Routen sind schön, bieten Potenzial für mehrere Klettertage und die Kinder sind selig – Wasser, Sand, Steine, Holz. Aber die Horzelbuben-Osterfahrt beginnt und wir müssen auf zur Amalfi-Küste.

 

 

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