Cascata delle Marmore

Nordwärts durch die Toskana

Wir sind auf ein paar Fahrtage eingestellt, denn Anika hat Ende April wieder ihre Weiterbildung in Basel. Wir fahren viel über Land und erfreuen uns an der schönen Landschaft.

Einmal landen wir auf einem schönen ruhigen Übernachtungsplatz an den grössten künstlich geschaffenen Wasserfällen Europas den Cascata delle Marmore. Hört, hört! Phasenweise wird dort ziemlich viel Wasser heruntergelassen, so dass es spritzt und nebelt. Unten, in den Anschlussstromschnellen spielen die Kajakfahrer. Jakob und Anika erkunden den Naturpark und Nicky arbeitet etwas.

Der Lago Trasimeno war uns bisher noch kein Begriff. Jetzt kennen auch wir diesen riesigen See der Toskana. Wir übernachten im Auto direkt am Hafen. Nach einem Trödelmarktbesuch essen wir gemütlich am Bus Pizza und sehen die letzten Fähren heimkehren. Nach und nach wird es still um uns und kalt. Gute Nacht!

Etwas weiter, in Monsummano Terme befindet sich ein Klettergebiet, das wir wenigstens kurz anschauen wollen – Klettern liegt eigentlich nicht drin, denn wir sind mit Jakob allein unterwegs. Bei hochsommerlichen Temperaturen erkunden wir den Sektor Cava Rossa zunächst wandernd und finden traumhaft kinderfreundliche Bedingungen vor: abgeschlossenes Gelände, topfebener Boden, viel Platz abseits der Wände zum Spielen, Toben und Steine-Werfen. Der Fels lockt mit nicht alltäglichen Strukturen – eine Route sieht aus, als wenn tiefe Kettenfahrzeugspuren versteinert wären und schöne Risse gibt es auch. Also kommen wir am nächsten Tag wieder und wagen das Experiment zu klettern, während wir Jakob „verbal beaufsichtigen“. Es klappt, aber Klettergenuss ist aber etwas anderes trotz der tollen Routen… Wir sehen und hören einen riesigen Bienenschwarm, der ein neues Zuhause sucht und ein paar italienische Kletterer aus der Wand treibt.

Oberhalb der Stadt gibt es eine kleine Burganlage mit Hotel. Vom Berg hat man einen wunderbaren Blick über Monsummano Terme und die Region. Manch einer bucht sich des Blickes wegen im 5-Sterne-Hotel ein, wir haben ihn für lau! Wir stellen uns einfach auf den Wanderparkplatz, den Esstisch ans Aussichtsgeländer und geniessen den Sonnenuntergang. Unser „Zimmer“ hat sogar Warmwasser: Die Sonne meint es gut mit uns und lädt unsere Solardusche auf.

Die nächste Etappe führt uns nach Lugano und damit wieder in unsere Wahlheimat. Dort haben wir uns kurzfristig zum Abendessen bei Elena, einer Kollegin von Anikas Weiterbildung eingeladen. Elena wählt Jakobs Traum-Menüfolge: Pistazien, Risotto, Eis mit Blaubeeren – der kleine Kerl dankt es mit 1a-Tischmanieren, die wir nach zwei Monaten Campingplatz verloren glaubten. Wir verbringen einen wunderschönen Abend mit Elena und ihrer Familie und fahren dann spät noch weiter bis in die Schweiz.

 

 

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